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Madeira - Portugal - Willkommen im Wanderparadies

In diesem Video nehmen wir euch mit auf unsere Rundreise über die wunderschöne Blumeninsel Madeira. 

Viel Spaß mit unseren Impressionen:

Im Zuge dieser Reise haben wir eine Drohnen-Video-Serie über Madeira produziert.

Als “Best-Off” ist daraus dieses Video entsanden, in welchem Ihr in der Vogelperspektive die schönsten Ecken der Insel überfliegt:

Reiseverlauf:

Der beste Weg Madeira zu erkunden ist mit einem Mietwagen, welchen wir bereits am Flughafen in Funchal entgegengenommen haben.

Wir haben uns für diese Reise für ein Standort-Hotel,  das Hotel Eira do Serrado in der Mitte der Insel  in den Bergen entschieden.

Von hier aus haben wir die Südküste mit Ihren Aussichtspunkten erkundet, sind durch das wunderschöne Städtchen Funchal geschlendert, haben die rauhe Nordküste besucht und haben verschiedene Wanderungen verteilt über die ganze Insel unternommen.

Den Abschluss bildete eine Whale Watching Tour auf dem Atlantischen Ozean.

Reisezeit:

Die Blumeninsel im Atlantischen Ozean beschert euch das ganze Jahr über milde Temperaturen. In den Sommermonaten klettert das Thermometer bis auf 30°C.

Generell ist das Klima an der Süd-Küste milder als an der Nordküste und in den Berglandschaften, allerdings können bereits ab Oktober auch kalte Temperaturen von unter 10°C herrschen.

Die schönste Reisezeit für Botaniker ist die Blütezeit von April bis Juni,  aber auch bis Oktober könnt ihr noch vereinzellt die Blütenpracht erleben. 

Visa & Impfungen:

Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise nach Portugal mit dem Personalausweis möglich, dieser darf sogar bis zu einem Jahr abgelaufen sein.

Ein Visum wird  nicht benötigt.

Für alle Reisenden, die aus einem akuten Gelbfiebergebiet kommen, ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben – Ausgenommen sind Kinder unter 12 Monaten. Impfbestimmung gilt nicht für Transitreisende auf Funchal und Porto Santo.

Weitere Informationen zu Portugalreisen findet ihr hier: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/portugal-no

Vertretungen in Funchal

Honorarkonsulat
Caixa Postal 300, 9001-904 Funchal, Portugal.
F: (00351 291) 22 03 38
FAX: (00351 291) 23 01 08

Unsere Tipps und Empfehlungen:

1. Bei der Wahl unseres Mitwagens haben wir uns für die kleinste Fahrzeugkategorie entschieden, was in den steilen Berglandschaften keine gute Idee war. Daher solltet ihr unbedingt ein Auto mit einem stärkeren Motor buchen.

Besonders wichtig: Achtet darauf das die Bremsen nicht heruntergefahren sind wie bei unserem Fahrzeug. Das schafft nicht gerade Vertrauen in den steilen Straßenschluchten entlang der vielen abfallenden Hänge und Klippen.

2. Wir empfehlen für entspannte Wanderungen nicht die Hauptsaison zu wählen, da hier die Wanderpfade völlig überrant sind und ein ruhiges und idylisches Wandern in unseren Augen nicht möglich ist. Auf den engen Pfaden der Levadas muss mit “Stau” und “Gegenverkehr” gerechnet werden.

So macht Wandern keinen Spaß!

3. Wir empfehlen euch zur Vorbereitung den Rother Wanderführer. Hier findet ihr 60 verschiedene Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die Beschreibung ist sehr detailliert und es gibt eine passende Smartphone-App zum Reiseführer.

4. Es ist ratsam vor euren Wanderungen die Wetterlage eurer Touren unter folgendem Link in der Livecam zu checken:

http://www.netmadeira.com/webcams-madeira/ 

Da das Wetter auf Madeira sehr wechselhaft sein kann, solltet ihr stets mit Regenjacke, Raincover und Regenschirm ausgestattet sein.

Da viele Wanderwege bei Nässe extrem matschig und rutschig sind, empfehlen wir feste Wanderschuhe und Wanderstöcke für zusätzlichen Halt!

5. Die berühmten Korbschlittenfahrten die oberhalb von Funchal unternehmen könnt, sind Sonntags und an Feiertagen geschlossen. 

6. Unsere Restauranttips:

– Eira do Serrado Restaurant mit einer fantastischen Aussicht über das Nonnental (die Dorade ist hier wirklich sehr empfehlenswert)

– Beerhaus in Funchal am Yachthafen bietet sehr gutes Essen in toller Atmosphäre sowie viele leckere hausgebraute Biere.

Unser Reisebericht

Unser Madeira Abenteuer beginnt mit einem atemberaubenden Landeanflug über die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco.

Von da oben aus kriegt man schon mal einen sehr guten Eindruck was uns auf dieser Insel erwarten wird.

Die Küsten rund um Madeira bestehen aus atemberaubenden Klippen / großen Bergen und die wunderschönen Landschaften sind wie gemacht für aktive Urlauber die gerne Wandern.

An der Nordküste ist das Meer rau mit hohen Wellen während an der Südküste das Klima mild und das Meer ruhiger ist. Eine Rundreise lohnt sich somit in jedem Fall um alle Kontraste dieser wunderschönen Insel zu erleben.

Aber auch für Urlauber die es etwas ruhiger mögen hat die Insel einiges zu bieten, mit ihren wunderschönen Städten und Dörfern, die Menschen von überall einladen um dort zu entspannen und die portugisiesche Kultur zu erleben.

Aussichtspunkte

Eira do Serrado

Guten Morgen Madeira 😍 Unser erster Morgen beginnt mit einem Ausblick wie im Bilderbuch.

Wir haben uns als Unterkunft für die kommenden Tage für das Hotel Eira do Serrado entschieden. Dieses ist direkt am gleichnahmigen Aussichtspunkt gelegen und bietet eine ganz einzigartige Lage in den Bergen im Zentrum der Insel mit Blick auf das Nonnental und die dahinter liegenden Gebirgsketten.

Von hier aus werden wir die nächsten Tage alle unseren Abenteuer auf der Insel starten und von hier kann man schon sehr gut das wechselhafte Wetter zu dieser Jahreszeit auf Madeira beobachten. Es springt ständig zwischen Sonne und Regen.

In einem Moment brennt die Sonne die Wolken aus dem Tal, im nächsten kommt es zu einem Wolkenbruch, der überall an den Berghängen Wasserfälle enstehen lässt. 

Und zwischendurch bilden sich fast täglich irgendwo unglaublich tolle Regenbogen. Einfach nur fantastisch und schon vom ersten Tag an waren wir verliebt in diese tolle Insel. 🤗

Stundenlang könnte man hier auf dem Balkon sitzen und dem Wetter bei seinem Treiben zuschauen.

Das Hotel Eira do Serrado bietet aber nicht nur eine tolle Aussicht sondern vor allem für Wanderer hat es einen tollen Spa-Bereich, wo man sich nach anstrengenden Wanderungen erst mal erholen kann und Abends im Whirlpool durch die riesige Glasfront auf das Bergpanorama schaut.

Das weiteres Highlight ist aber das Hotel-Restaurant mit seiner großen Panorama-Fensterfront und dem Blick über das Nonnental.

Hier haben wir viele Abende bei köstlichem Essen und dem ein oder anderen Poncha verbracht. Für Fischesser ist die Dorade besonders zu empfehlen! Vom Hotel aus geht es einen schmalen Weg hinauf zum gleichnahmigen Aussichtspunkt mit einer vorgelagerten Aussichtsplattform.

Hier tummeln sich jedoch sehr viele Touristen die mit  Reisebussen anreisen, und deshalb genießen wir die Aussicht lieber in Ruhe vom Pool aus 🙂

Skywalk Cabo Girao

Als erstes Ausflugsziel stand auf unserer Liste der berühmte Aussichtspunkt Cabo Girao mit seinem gläsernen Skywalk.

Die Klippe ist eine der höchsten Steilklippen Europas und liegt in der Nähe der Ortschaft Câmara de Lobos. Es ist schon ein krasses Gefühl hier oben auf der Glasplattform zu stehen und die Aussicht über die darunterliegenden Terrassen und Felder zu genießen.

Seine Höhe wird mit ca. 590 m angegeben und von hier aus hat man auch einen tollen Blick über Funchal.

Es hinterlässt einem aber schon ein mulmiges Gefühl auf Glasplatten zu stehen, von denen eine schon angerissen ist 🙂

Normalerweise kostet die Plattform Eintritt, da wir aber in der Nebensasion da waren, hatten wir das Glück und die Anlage war für alle kostenlos geöffnet.

Unterhalb der Klippe befinden sich Terrassenfelder und es ist immer wieder eindrucksvoll, wie die Bevölkerung jeden freien Fleck dieser Insel für die Landwirtschaft und den Anbau von Lebensmitteln nutzt, egal wie beschwerlich der Weg dahin sein mag.

Früher waren die Felder nur mit einem Boot vom Meer aus zu erreichen, inzwischen existiert jedoch eine Seilbahn am Hang um den Bauern die Arbeit zu erleichtern.

Statue Cristo Rei und dazugehöriger Aussichtspunkt

Der Aussichtspunkt „Cristo Rei“ ist auf einem Felsvorsprung bei Ponta do Garajau gelegen und verdankt seinem Namen der gleichnahmigen Statue Cristo Rei, die als Erfüllung eines Versprechens des Beraters Aires Ornela errichtet wurde. Sie wurde in den 1920er Jahren erbaut und am 30. Oktober 1927 eingeweiht. Gestaltet wurde sie von dem französischen Bildhauer Serraz Georges.

Die Statue erinnert auf den ersten Blick an die Christus-Statue in Rio de Janeiro, auch wenn die Version in Brasilien um einiges größer ist. 🙂

Rechts der Statue hat man einen tollen Blick über Funchal, links über die an den Klippen gelegenen Häuser von Carnico und geradeaus hat man eine weite Sicht über den Atlantik.

An manchen Tagen hat man Glück und kann den Wal-Beobachtungsschiffen bei Ihren Ausflügen zusehen. Manchmal sieht man sogar den ein oder anderen Delfin aus dem Wasser springen.

Rechts unterhalb der Statue befindet sich eine kleine Bucht mit einem Kies-Strand die zum Schwimmen und Sonnenbaden einlädt. Dort findet ihr auch ein schönes Strand-Cafè welches Kaffee, sehr leckeren Kuchen sowie verschiedene Snacks anbietet.

Für alle denen es zu anstrengend ist herunter und wieder herauf zu laufen, fährt eine günstige Seilbahn zum Strand hinunter.

Die Statue und der Aussichtspunkt sind kostenlos und auch für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer einfach erreichbar. Vor dem Gelände sind ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden. Zumindest in der Nebensaison waren diese fast leer.

Madeiras rauhe Nordküste

Die Küstenstraße im Norden bietet zahlreiche atemberaubende Panoramablicke über die kargen Steilküsten und von dort aus erreicht man viele der spektakulären Wandertouren im Bergmassiv in der Mitte der Insel. 

Unsere Erkundungstour mit dem Mietwagen führt uns von Porto da Cruz, über Santana und Faial, vorbei an Sao Vicente nach Seixal bis hinauf  nach Porto Moniz.

Der Mietwagen ist das ideale Fortbewegungsmittel für Entdeckungstouren durch den Norden Madeiras, da man die schönsten Aussichtspunkte selbst anfahren und solange bleiben kann wie man möchte, ohne den Druck des Reisebuses im Nacken zu haben.

Der Weg entlang der Nordküste führt euch dabei durch eine Vielzahl der Tunnel welche die Insel durchziehen und man trifft immer wieder auf die ein oder andere Kuh auf der Straße, weshalb etwas Vorsicht geboten ist.

Porto da Cruz

Wir beginnen unseren Mietwagenausflug in Porto da Cruz. Dabei handelt es sich um ein kleines idyllisches Örtchen und hier wird auch der bekannte Madeirawein hergestellt.

Unter anderem kann man dort aber auch eine alte Zuckerrohrfabrik besichtigen, die 1927 gegründet wurde. Dort produziert man Rum und Honigmelasse immer noch nach dem gleichen Verfahren wie bei ihrer Gründung und es dort werden Betriebsführungen und Rum-Verköstigungen angeboten.

Markant ist auch die Badebucht direkt unterhalb des berühmten ca. 590 m hohen Adlerfelsens der majestätisch in den Himmel ragt. Der schwarze Sandstrand mit den großen Wellen ist nicht nur bei Badegästen sondern auch bei Surfern sehr gefragt.
Da das Meer an der Nordküste aber eher rauh sein kann, ist das Baden dort in der Regel nur bei ruhigem Meer und Ebbe möglich.
Wir machen hier auch einen kurzen Zwischenstop um die Wellen und das rauhe Meer ein wenig zu beobachten und mit der Drohne einen Rundflug zu wagen, bevor wir weiter auf die andere Seite des Adlerfelsens Richtung Faial aufbrechen.

Faial

Unser nächster Stop an der Nordküste ist die Stadt Faial, welche auf der anderen Seite des Adlerfelsens (Penha de Águia) liegt und zur Gemeinde Santana gehört.

Die Stadt besitzt wie fast alle Städe der Nordküste einen Strandkomplex an der Mündung von Ribeira do Faial, der einen geschützte Kiesstrand umfasst, sowie ein Kinderbecken. Außerdem findet ihr dort einen Spielplatz, eine Restaurantzone, Umkleideräume und weitläufige Sonnenterrassen.
Zusätzlich gibt es dort einen Sandsportplatz für Fußball-, Handball- und Volleyballturniere.

Das Highlight der Stadt ist seine in der Nähe des Strandes gelegene Karting-Strecke, ein beliebter Treffpunkt für alle Motorsportfans.

Weiter oben in der Stadt, in der Nähe der berühmten Kirche, hat man einen malerischer Blick über die Küste und den Adlerfelsen. Schaut euch weiter unten unbedingt das Drohnenvideo zur Nordküste an um die Schönheit der Region zu sehen.

Diese Region ist der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen und an der südlichen Gemeindegrenze liegt der Pico Ruivo, der höchste Berg Madeiras.

Im Norden der Stadt steht die Festung Festim mit  englischen Kanonen, die im 18.Jh. zur Verteidigung gegen Piraten gebaut wurde und in den Flüssen finden sich noch immer alte Wassermühlen aus der Zeit der Zuckerrohrplantagen.

Santana

Von Faial aus ist es nur noch ein Katzensprung nach Santana (historisch entwickelte Abkürzung für Santa Anna)

Dieses kleine Städtchen ist berühmt und wird in jedem Reiseführer empfohlen, weil sich dort noch einige der traditionellen strohbedeckten Bauernhäuschen der Madeiriana befinden, die Wahrzeichen der Insel Madeira.

Heutzutage ist nur noch eins der Häuser bewohnt und die anderen dienen als Shops oder als Touristen Information. Trotzdem ist es sehr interessant zu sehen wie die Menschen damals gelebt haben.

Auch hier gibt es landschaftlich eine Menge zu entdecken und man kann die Stadt auch als Anlauf- und Startpunkt vieler Wanderungen nutzen, denn seit 2011 wird der Kreis Santana von der UNESCO auch als Biosphärenreservat geführt.

Aber da wir schon sehr gespannt auf unser nächstes Ziel Porto Moniz nord-westlich der Insel sind, fahren wir weiter denn uns läuft die Zeit davon.

Wir haben noch einige Tage an straffem Wanderprogramm auf unserer Liste und deshalb verabschieden wir uns von Santana und brechen auf Richtung Porto Moniz.

Porto Moniz

Die kleine Küstenstadt Porto Moniz ist wahrscheinlich der bekannteste Ort der Nordküste.

Dort findet man unter anderem einen Hafen, einen Hubschrauberlandeplatz, eine moderne Uferpromenade und das Aquarium “Aquário da Madeira” im Forte São João Baptista. Die kleine Festung wurde im 18 Jahrhundert erbaut und seit 2005 ist darin das Aquarium angesiedelt, welches sich der Meereswelt und seiner Bewohner rund um Madeira widmet.

Vorgelagert vor Porto Moniz befindet sich eine  Felseninsel, die “Ilhéu Mole”, auf der ein kleiner Leuchturm steht.

Porto Moniz ist aber vor allem bekannt für seine natürlich entstandenen Badebassins im Vulkangestein.
Die aus erstarrter Vulkanmasse entstandenen Meerwasserschwimmbäder sind ein Traum und es ist schade, dass wir unsere Badesachen nicht eingepackt hatten.

Es ist evtl. auch ein wenig zu kalt zu schwimmen, aber davon haben sich etlich Badegäste nicht abhalten lassen ins Wasser zu springen und sich von der Brandung erfrischen zu lassen.

Bei unserem nächsten Madeira-Besuch werden wir im Sommer kommen und dann auch das kühle Nass genießen.

Seixal

Auf dem Rückweg von Porto Moniz führt uns der Weg durch das kleine Örtchen Seixal, wo wir einen Abstecher an den Hafen machen. Seixal ist eine Gemeinde im Gebiet von Porto Moniz und die Bevölkerung lebt hauptsächlich von Landwirtschaft und Weinbau.
Etwas vorgelagert gibt es dort den berühmten “Cascata do Véu da Noiva” den Brautschleier-Wasserfall, der sich direkt ins Meer ergießt.
Den wollten wird dann auch bei einem kleinen Rundflug mit der Drohne näher erkunden.

Seixal hat zwei Naturschwimmbecken zu bieten, die zwar weniger bekannt, dafür aber mindestens ebenso spektakulär gelegen sind wie die im nahe gelegenen Porto Moniz.
Außerem gibt es am Hafen einen kleinen Badestrand.

Wir haben nach unserem Rundflug mit der Drohne aber leider keine Zeit mehr für weitere Erkundungen weil uns schon der Magen knurrt und deshalb geht es für uns jetzt weiter zum Abendessen nach Sao Vicente.

Sao Vicente

Den Abschluss unserer Reise zur Nordküste bildet das Örtchen Sao Vicente, wo wir zum Abendessen in dem Restaurant Quebramar einkehren wollten. Dabei handelt es sich um ein direkt am Strand gelegenes Restaurant auf einer großen Rotationsplattform mit einem herlichen Blick auf das Meer.
Hier verweilen wir und genießen beim Essen den Sonnenuntergang am Horizont während die Wellen und das Meeressrauschen für die passende Atmosphäre sorgen.

Das an einer kleinen Küstenstraße gelegene Örtchen hat auch einen tollen Kies-Strand mit kleinen Shops wo wir anschließend noch ein paar Souveniers wie Magnete und die typischen warmen Madeira-Socken eingekauft haben, bevor wir im dunkeln die Heimfahrt zurück ins Hotel angetreten sind.

Was bleibt sind unendlich viele Eindrücke einer ganz anderen Welt im Vergleich zur Südküste und wir können jedem Madeira-Besucher nur nahelegen die Nordküste auf eigene Faust mit dem Mietwagen zu erkunden.

Wandern auf Madeira

Die warmen Sommer und milden Winter machen die portugiesische Insel ganzjährig zum idealen Wanderparadies.

Steile Küstenwege, urige Wälder, Wanderungen entlang der berühmten Levadas / Wasserleitungen, oder wer es alpin mag in den Bergregionen.

Das Angebot ist so abwechslungsreich wie kaum ein anderes Wander-Reiseziel und hier stellen wir euch unsere kleine Auswahl an Wanderungen vor.

Halbinsel Ponta de Sao Lourenco

Zusammenfassung

  • Geografische Lage: Die Halbinsel bildet den östlichsten Punkt der Insel Madeira
  • Wegdaten: Streckenlänge liegt bei 7,6 km und 450 Höhenmetern - eher als mittel einzustufen auch wenn er in den Wanderführern als leicht angegeben ist.
  • Dauer: Für den Rundweg benötigt man mit Fotopausen ca. 3-4h
  • Terrain: Sandig/Steinig mit teilweise losem geröll und steilen Klippen
  • Gefahren: Wenn man auf den vorgegebenen Wegen bleibt geht von dem Wanderweg keine Gefahr aus. Aber man wandert oft an extrem steilen Klippen entlang, wo theoretisch Absturzgefahr besteht.

Die erste Wanderung auf unserer Liste war die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco und diesen Rundweg müsst ihr unbedingt gehen, wenn ihr zum Wandern auf Madeira seit. Riesige Steilküsten ragen aus dem Atlantik heraus und die Landschaft hier ist wirklich einzigartig.

Relativ am Anfang der Wanderung kriegt man auch das ein oder andere Flugzeg zu sehen da sich hier die Einflugschneise zum Flughafen befindet.

Die Halbinsel Ponta de São Lourenço ist ca. 9 km lang und 2 km breit. Seit 1982 ist die Halbinsel zum Naturreservat erklärt worden um die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten.

Neben einer Vielzahl von Eidechsen findet man hier vor allem viele Vogalarten. Mit etwas Glück, jedoch eher selten sollen sich hier auch Seelöwen aufhalten.

Die Wandertour verläuft oft entlang steiler Klippen mit Blick über den Atlantik hinauf auf eine Bergkuppe. Vor dort aus hat man eine traumhaft schöne Aussicht auf die vorgelagerten Inseln und auf dem Rückweg auf Funchal.

Kurz vor dem letzten Aufstieg zu dem Aussichtspunkt wartet unten auf die Wanderer eine Einkehrmöglichkeit mit Toiletten und der Chance sich mit Getränken und Knabbereien zu versorgen.

Auf dem Heimfahrt Richtung Funchal fährt man noch an einem Aussichtpunkt vorbei, von welchem man eine tolle Sicht auf das Hotel-Dorf Quinta do Lorde hat.

Dabei handelt es sich um eine relativ neue Hotelanlage mit eigener Kirche,  kleinem Jachthafen und einem Steinstrand samt Bar zum Einkehren.

Rabacal Naturschutzgebiet - 25 Fontes - Wanderweg zu den 25 Quellen

Zusammenfassung

  • Geografische Lage: Oben in den Bergen in der Mitte der Insel liegt der Startpunkt auf der Hochebene Paul da Serra.
  • Wegdaten: Streckenlänge liegt bei 4,6 km hin und 4,6 km zurück sowie 350 Höhenmetern - der Weg ist als mittelschwer einzustufen
  • Dauer: Für den Rundweg benötigt man mit Fotopausen ca. 3,5h
  • Terrain: Steinig, feuchte Waldwege mit matschigem Untergrund, enge Abschnitte an den Levadas (Gegenverkehr, das kann zum Teil echt Nerven, vor allem in der Hauptsaison wenn viel los ist)
  • Gefahren: Da ein Großteil des Wanderweges im Wald liegt sind Abschnitte fast immer feucht. Gerade am Anfang bei den steilen Treppen ist es rutschig! Deshalb unbedingt auf ordentliche Wanderschuhe achten!

Die Wandertour von Rabacal zu den 25 Quellen liegt im gleichnamigen Rabacal Naturschutzgebiet und wir können euch die Tour wirklich sehr empfehlen.

Diese atemberaubende Wanderung führt entlang der berühmten Levadas durch das satte Grün des uralten Lorbeerwaldes zu einigen wirklich imposanten Quellen und Wasserfällen.

Der Wanderweg startet auf der Hochebene Paúl da Serra und am  Tag unserer Wandrung gab es da oben einen Sturm der uns fast vom Berg geweht hätte. Hier empfehlen wir unbedingt für den Anfang eine Mütze oder ein Stirnband einzupacken, weil das Wetter auch sehr schnell umschlagen kann.

Vom Parkplatz aus aus läuft man erst mal knapp 30 Minuten zum Forsthaus hinab, welches der Startpunkt ist.  (Alternativ nimmt man je nach Saison einen der Shuttle Busse für ca. € 2 pro Strecke)

Ab dann beginnt die malerische Wanderung durch die alten Lorbeer-Wälder, indem man erst mal eine lange Steintreppe herabläuft die bei Nässe sehr rutschig sein kann.

Ab dann geht der Weg über in einen flach verlaufenen Wanderweg entlang des Levadas, vorbei an vielen kleinen Quellen die aus dem Berg sprudeln.

Das Ziel der Wanderung ist der wirklich gigantische berühmte Risco Wasserfall welcher den Weg wirklich wert ist. Diese Wanderung ist besonders für Fotografen und Naturliebhaber  geeignet, weil die Landschaft unzählige Motive liefert. Da es aber relativ dunkel am Wasserfall ist empfehle ich ein Stativ mitzunehmen, wenn ihr tolle Fotos machen wollt.

Der Rückweg zieht sich dann sehr und ist anstrengend, weil es nach dem flachen Stück wieder die steile Steintreppe und die Straße zum Parkplatz hinaufgeht. Seit einigen Monaten ist zumindest ein Teil des Rückweges über eine alternative Route umgeleitet um den Stau und Gegenverkehr zumindest ein wenig zu reduzieren.
Dieser Umweg bedeutet aber viele steile Treppenpassagen und damitt zusätzliche Höhemeter.
 
Aber die Wanderung und die tolle Landschaft ist jeden Schritt wert und in unserem VLOG-Video oben findet ihr viele Eindrücke der Tour.
Die letzte Stunde des Heimwegs sind wir durch einen Sturm und Regen zurück gelaufen und waren so ausgekühlt, das wir erst mal ins Hotel zum Aufwärmen in den  Whirlpool gestiegen sind und den für den Rest des Abends auch nicht mehr verlassen haben. 🙂

Die höchsten Gipfel - vom Pico Aeiro zum Pico Ruivo und zurück

Zusammenfassung

  • Geografische Lage: Auch hier liegt der Startpunkt in der Mitte der Insel an der Militär-Radarstation am Pico Aeiro. Man kann bequem mit dem Auto hochfahren und dort parken.
  • Wegdaten: Streckenlänge liegt bei ca. 11 km sowie 1300 Höhenmetern - Die Tour ist als schwer einzustufen und verlangt einiges an Kondition
  • Dauer: Für den Rundweg benötigt man mit Fotopausen ca. 6,5h
  • Terrain: Nahezu durchgehend feuchter steiniger Untergrund, enge und überhängende Abschnitte und sehr viele steile Anstiege auf Treppen mit zum Teil sehr hohen Stufen.
  • Gefahren: Teilweise enge und stark überhängende Abschnitte mit Absturzgefahr die jedoch mit Stahlseilen gesichert sind. Bei den steilen Steintreppen ist es bei Nässe sehr rutschig!

Die Panorama-Wanderung vom Pico Aeiro (1818 m) zum Pico Ruivo (1862 m) und zurück gilt wegen der atemberaubenden Aussicht als eine der schönsten, wegen dem anstrengenden Gelände aber auch als eine der schwersten Touren auf der Insel.

Auf dem Höhenweg zwischen den zwei höchsten Bergen der Insel läuft man auf festem Untergrund über viele Treppenpassagen mit steilen Stufen durch die Berglandschaften. Für die vielen steilen Auf- und Abstiege empfehlen wir Wanderstöcke mitzunehmen.  Unsere LEKI haben uns bei der Tour ausgezeichnete Dienste geleistet!

Der Wanderweg PR-1 beginnt am Parkplatz des Pico Arieiro, wo es – zumindest in der Nebensaison- ausreichend Parkplätze gibt.

Vor allem am Anfang der Wanderung läuftt man auf dem offenen Berggipfel und es ist dort sehr windig. Packt euch unbedingt ein Stirnband ein. Von dort geht es über einen sehr schmalen, ca. 1m breiten Grat, an welchem links und rechts die Klippen senkrecht in die Tiefe stürzen Richtung Pico Ruivo.

Auch wenn der gesamte Weg bis zum Gipfel bis auf wenige Ausnahmen an allen Stellen gesichert wurde, ist ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit von Vorteil.

Als erste interessante Spots erreicht man auf der Wanderung die Aussichtspunkte “Miradouro Ninho da Manta” und “Pedra Rija” mit einem grandiosen Blick über das Tal der Ribeira da Fajã da Nogueira.

(Vorausgesetzt die Wolken verhüllen nicht wie in unserem Fall die Aussicht 🙂 )

Dann geht es in ständigem auf und ab über teilweise sehr steile Treppenstufen und durch Felsbögen hindurch  entlang eines schmalen, in den Fels hineingeschlagenen Steiges bis zum ersten langen Tunnel “Tunél do Pico do Gato”.

Davon gibt es auf der Wanderung einige und deshalb sollte man unbedingt eine Taschen- oder Stirnlampe auf die Wanderung mitnehmen!

Nach einigen Kilometern durch steile Berge und Täler erreicht man einen mystischen alten Wald, der bei einem Waldbrand vor einigen Jahren komplett zerstört wurde. Überall befinden sich ausgebrannte Baumstämme und es hat schon etwas gespenstisches dort entlang zu wandern, wenn es noch zusätzlich sehr neblig ist.

Hinter diesem Wald geht man über einen gepflasterten Aufstieg hinauf zu einer kleinen Berghütte, wo nochmal ein letztes Mal Kraft und Wasser getankt werden kann, bevor man sich die letzten Höhenmeter zum Gipfel des Pico Ruivo hinaufkämpft.

Dort befindet sich auf einer großen Aussichtsplattform das Gipfelkreuz und normalerweise hat man von hier aus eine grandiose Aussicht über die Berglandschaften von Madeira.

Wir hatten leider Pech, weil die letzte Stunde unserer Wanderung durch die windige Kälte eines Regensturms hindurch ging und es oben auf der Platform nur knapp 5m Sicht gab, bevor alles in einem neblien Wolkenmeer verschwommen ist.
Ab hier begann dann wieder der anstrengende Weg zurück zum Pico Aeiro.

L&T Insider Tipp:
Falls ihr euch den anstrengenden Rückweg ersparen wollt, besteht die Möglichkeit einen kleinen Weg hinunter bis zur Achada da Teixeira zu laufen und sich von dort aus ein Taxi zurück zum Auto zu besorgen.
Falls ihr wie wir den kompletten Weg hin- und zurücklaufen möchtet, solltet ihr euch ausreichend Trinkwasser einpacken, weil die Wanderung schon sehr anstrengend werden kann und man ganz schön ins Schwitzen gerät.

"Grüner Kessel" - Caldeirao Verde und "Höllenkessel" - Caldeirão do Inferno

  • Geografische Lage: Der Parkplatz liegt sehr abgelegen im Wald und man kommt am besten mit dem Mietwagen von xxxxx
  • Wegdaten: Die Streckenlänge liegt bei ca. 19 km sowie 500 Höhenmetern - als mittelschwer einzustufen
  • Dauer: Für den Wanderweg benötigt man mit Fotopausen ca. 7h
  • Terrain: Steinig, feuchte Waldwege mit matschigem Untergrund, enge abgesetzte Abschnitte an den Levadas mit teilweise 100m hohen Klippen. Da man eine Vielzahl sehr kleiner und flacher Tunnel durchqueren muss, benötigt man eine Taschenlampe und sollte keine Platz- oder Höhenangst haben.
  • Gefahren: Einige Streckenabschnitt führen entlang sehr hoher Klippen entlang sind jedoch mit Drahtseilen gesichert. dennoch ist Vorsicht geboten. Vorsicht in den engen Tunneln, man kann sich schnell den Kopf stoßen!

Ein sehr beliebter Wanderweg auf Madeira ist der “Grüne Kessel” – Caldeirao Verde und weiter zum “Höllenkessel” – Caldeirão do Inferno und unserer Ansicht nach einer der schönsten! Ein jungelartiger Urwald entlang der Levadas mit unzähligen Canyons, Wasserfällen, Tunneln und tollen Aussichtspunkten mitten in der der Abgeschiedenheit der bergigen Inselmitte.
Dabei steigert sich der Wanderweg mit jedem gelaufenen Kilometer. Es geht los mit schönen Levadas und vorbei an kleinen Wasserällen.
Dann kämpft man sich immer wieder durch kleinere und immer enger werdende Tunnel, für welche aufgrund der Länge auf jeden Fall eine Taschenlampe benötigt wird. Der längste Tunnel geht gefühlt min. 200 Meter durch den Berg und gleich feuchten tropfsteinhöhlen. Es ist empfohlen halbwegs Wasserdichtes und hohes Schuhwerk anzuziehen.
Mit Sandalen, wie wir es bei manchen gesehen haben, dürftet ihr ganz schnell nasse Füße bekommen.

Nach jedem Tunnel tritt man hinaus in einen noch atemberaubenderen Canyon mit weitläufiger Aussicht über die einzigartige und unberührte Natur der tropisch anmutenden Bergwälder. Je weiter man den Weg entlangläuft, umso größer werden auch die Wasserfälle und umso tiefer werden die Schluchten und abhänge, die sich eine Schrittbreite vom Weg rechts neben einem an nahezu senkrechten Felswänden hinabstürzen.

Zum Glück gibt es zumindest die provisorischen Stahlseile, die einem vor einem Abstürz beschützen sollen.
Oftmals geht es neben einem 50 bis 100 Meter in die Tiefe. Auf jeden Fall nichts für Leute mit Höhenangst!

Nach ca. 6,5 Km erreicht man dann auch den ersten Höhepunkt der Wanderung, den Caldeirão Verde oder den „grünen Kessel“.
Ein schmaler und atemberaubender Wasserfall stürzt rund 100 Meter tief in einen kleinen Teich wo man eine entspannte Pause einlegen kann um was zu Essen/trinken. Die das ein oder andere Landschaftsbild ist dann natürlich auch noch Zeit.

Bis hier hin ist der Weg in der Hauptsaison wahrscheinlich sehr überlaufen, was bei den engen Tunneln und Levadas auf Dauer etwas Nerven kann wenn man sich ständig dünn machen muss damit das Gegenüber vorbeikommt.
In der Nebensaison hielt sich das jedoch in grenzen und wir hatten den Weg größtenteils für uns bis auf wenige Ausnahmen.

Ab hier kehren dann aber auch die meisten wieder um und den resltlichen 3km langen Wanderweg bis zum Caldeirão do Inferno hatten wir für uns alleine – das liegt vielleicht daran, das dieser zweite Abschnitt etwas abenteuerlich beschrieben wird.

Dabei lohnt sich gerade dieser Teil der Strecke besonders!!

Die Aussicht und Landschaft die man hie rgeboten kriegt topt das bisher gesehene nochmal und setzt dem Weg die Landschaftskrone auf.
Je weiter man durch die immer enger werdenden Tunnel kommt umso enger zieht sich der Canyon zusammen bis man schließlich über eine anstrengende ca. 100 hm hohe Treppenanlage eine Etage höher zur Levada do Pico Ruivo wandert.
Zwischendurch erwarten einen in den Tunneln Durchbrüche und Fensteröffnungen, die einen tollen Blick auf die immer schmäler werdende Klamm des Ribeiro Grande ermöglicht.

Zuletzt überquert man über eie alte und rostige Metallbrücke den Klamm mit einem mystischen Blick auf die schmalen und senkrecht hinaufragenden Felswände, während um einen herum viele kleine Wasserfälle tosen.

Am Caldeirão do Inferno bzw. “Höllenkessel” mit seinem je nach Wetterlage großen Wasserfall ist dann das endgültige Ende dieses besonderen Wanderweges erreicht.
Ab dann gilt es nur noch den ganzen Weg wieder zurück zum Parkplatz zu überwinden um am Ende sichtlich erschöpft, aber von der Landschaft geflasht zurück zum Hotel zu fahren.
Aber da man den Rückweg aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet, erlebt man hier auch nochmal eine Vielzahl an fantastischen Eindrücken.

Eine tolle Wanderung die wir jedem Madeira-Besucher ans Herz legen!

Eine tolle Wanderung die wir jedem Madeira-Besucher ans Herz legen!

Das waren dann auch schon leider alle Wanderwege die wir auf der Insel besucht haben.

Es gibt mit Sicherheit noch so viele andere, aber leider hat die Zeit nicht gereicht und dafür hätten wir min. 1 Woche länger beiben müssen.

Ein Grund irgendwann nochmal wiederzukommen!

Jetzt heißt es für uns zum Abschluss unserer Reise noch die Hauptstadt Funchal und Ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Funchal die Perle im Atlantik

Funchal, die Hauptstadt Madeiras,  ist eine wirklich beeindruckende Stadt. Der Name leitet sich aus dem Begriff Fenchel ab, welcher von den Portugiesen bei der Entdeckung der Insel vorgefunden wurde.

Direkt am Meer mit einem wunderschönen Hafen gelegen ziehen sich die Häuser der knapp 112.000 Einwohner zählenden Hauptstadt die Hänge der Berge hinauf. Nicht umsonst ist der Hafen ein beliebter Anlaufpunkt vieler Kreuzfahrtschiffe und der Tourismus stellt neben der Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Einheimischen dar.

Die Hafenpromenade ist wunderschön angelegt worden mit vielen kleinen Shops, Straßenhändlern und das Schlendern macht dort wirklich Spaß. Wir empfehlen euch vor allem geröstete Kastanien von einem der vielen Händler dort zu probieren, was eine der Spezialitäten der Insel darstellt.

Vorbei am kleinen Yachthafen gelangt man zu den verschiedenen Anlegepunkten der Delfin-Watching-Boote mit ihrem berühmtesten Vertreter, dem Nachbau der Santa Maria, dem Schiff mit dem Columbus nach Amerika gesegelt ist.

Grundsätzlich gilt, wenn ihr euch nicht nur durch die Stadt hetzen wollt, solltet ihr zum Erkunden der Sehenswürdigkeiten min. 2-3 Tage einplanen! Vor allem wenn ihr euch verschiedene Museen und botanische Gärten ausgiebig ansehen möchtet.

Mercado dos Lavradores - Der Markt im Herzen der Stadt!

Unser erster Anlaufpunkt bei unserem Stadtrundgang war der berühmte Mercado dos Lavradores – ein riesiger Marktplatz mit einer Vielzahl an exotischen Früchten, Gewürzen und anderen Madeira-typischen Handwerksprodukten aus Kork.

Außerdem befindet sich dort der größte Fischmarkt der Insel, auf welchem sich die Hotels, Restaurants und Einwohner täglich mit fangfrischem Fisch eindecken.

Hier gibt es auch den nur in Madeira lebenden Tiefsee-Degenfisch, der aus knapp 1,5Km Tiefe geangelt wird und mit Maracuja oder Bananen serviert eine ganz besondere Köstlichkeit darstellt. 

Außerdem werden hier die schönsten Blumen der Insel von den Blumenverkäuferinnen in traditioneller Tracht verkauft.

Wir haben uns hier erst mal mit einer Ladung an frischem Obst wie z.B. 4 verschiedenen Sorten an Maracuja eingedeckt, die auf unseren Wanderungen als kleine Särkung zwischendurch  dienen werden.

Von dort aus sind wir an der Marina entlang Richtung Parque de Santa Catarina flaniert.

Das ist ein auf einer kleinen Anhöhe gelegener Park mit einer Vielzahl an schönen Blumen und Pflanzen und in der Mitte des Parks befindet sich ein kleiner See mit Schwänen. Dort ist auch ein süßes Cafè gelegen, wo wir uns zur Entspannung erst mal was zu trinken gegönnt haben, um in der Sonne sitzend die Umgebung zu genießen.

Außerdem gibt es dort eine kleine Aussichtsplatform mit einem tollen Blick über die Stadt und den Yachthafen.

Über eine kleine Treppe voller Eidechsen ging es wieder hinunter zur Marina, wo sich auch das CR7-Museum befindet mit der berühmten Statue des erfolgreichsten Sohnes der Insel – Chritiano Ronaldo.

Kloster Santa Clara

Unser Reiseführer empfahl uns unbedingt den Besuch des alten Klosters Santa Clara.

Das Kloster wurde Ende des 15. Jh. erbaut und dient bis heute als ein Franziskaner-Nonnenkloster.

Dieses war relativ weit oben auf dem Berg gelegen und so begann ein 30 min andauernder Aufstieg die steilen Gassen hinauf zum Kloster. Oben angekommen sind wir mitten in einer Hochzeitsgesellschaft glandet die in dem Kloster gerade gefeiert hat.

Da wir die Hochzeit aber nicht weiter stören wollten, sind wir einer kurzen Besichtigung des Klostergeländes schnell weitergezogen.

Festung Sao Joao do Pico

Von dort aus ging es weiter zur alten Festung  “Fortaleza de São João Baptista do Pico” hoch über der Stadt.

Der Aufstieg war extrem steil und anstrengend, aber zum Glück gab es dort es ein nettes kleines Cafè wo wir uns erst mal erfrischt haben.

Erbaut wurde die Festung in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts und diente als Pulvermagazin der Stadt. Von den Mauern der Festung  können Besucher eine der besten Panoramablicke über die Stadt Funchal und den Atlantik genießen.

Korbschlittenfahrt in Monte

Laut nahezu jedem Reiseführer sollte man als Madeira Besucher unbedingt mal mit der Seilbahn in Monte hinauffahren und mit den berühmten Korbschlitten die alten Gassen herunterrasen.

Also sind wir losgezogen um mit der Seilbahn hinauf zu dem Startpunkt der Korbschlitten hochzufahren und bei der Gelegenheit die grandiose Aussicht über der Stadt und den Hafen zu genießen.

Die ersten Korbschlitten, auch „Carros de Cesto“genannt, waren früher ein gängiges Transportmittel für die Bewohner des Stadtteils Monte. Heutzutage hat sich daraus eine Attraktion für Touristen entwickelt und eine Fahrt im Korbschlitten gehört zu  den bekanntesten Aktivitäten in Funchal.

Was ihr bei eurer Planung aber auf jeden Fall berücksichtigen solltet ist das die Fahrten Sonntags und auch an Feiertagen geschlossen sind. 

Letztlich ist die Korbschlittenfahrt Geschmackssache, aber wir persönlich finden den Hype darum etwas übertrieben und fanden es teuer. (15€ p.P. für eine 10 minütige Abfahrt ohne wirkliche Aussicht oder Besonderheiten)

Am nervigsten war aber das die Fahrt in der Mitte des Berges in einer Zwischenstation endet. Von dort aus bleiben einem nur das hinunterlaufen eines steilen Berges oder eine Fahrt mit einem der Taxis, die dort schon auf die Fahrgäste lauern um ihnen eine Fahrt für 20€ anzubieten.

Das fanden wir jedoch zu teuer und sind dann über eine halbe Stunde wieder hinunter Richtung Hafen gelaufen. Alles in allem hat sich das in unseren Augen nicht gelohnt.

Aber die Fahrt mit der Seilbahn ist auf jeden Fall ihr Geld wert (Oneway 11€ p.P.) und die Aussicht aus der Gondel über das Hafengelände/die Kreuzfahrtschiffe und oben von der Bergstation über die Stadt ist wirklich gigantisch!

Rathausplatz und die Festung Palacio de Sao Lorenco

Im Zentrum der Stadt in Hafennähe befindet sich der berühmte Rathaus-Platz “Praca do Municipio”.

Der große rechteckige Platz zeichnet sich durch seine besondere schwarz-weiße Pflasterung aus hellen / dunklen zu Mustern gelegten Steinchen aus. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen mit einem großen Obelisken, der mit dem Stadtwappen und anderen nationalen Elementen  geschmückt wurde.

Rund um diesen Platz herum sind viele historische Gebäude angeordnet. An der Stirnseite befindet sich in einem ehemaligen Barockpalast das beeindruckende Rathaus welches ein hervorragendes Beispiel für die Architektur des 18. Jh ist. Heute ist hier der Sitz der Stadtverwaltung und das Gebäude beherbergt das Stadtmuseum „Museu da Cidade“. Es werden Führungen in verschiedenen Sprachen angeboten, welche unter der Woche jeden Tag um 11 Uhr starten.

Von dort aus geht es durch die schmalen gassen der Altstadt wieder runter Richtung Marina, vorbei am Palacio de Sao Lorenco.

Ab der Mitte des 16 Jahrhunderts wurde die Fortaleza in mehreren Bauphasen bis ins 19. Jh. umgebaut, weiter befestigt und vergrößert. Heute zählt der “Palácio de São Lourenço” zu den besterhaltensten portugiesischen Befestigungsbauten des 16. und 17. Jahrhunderts. Im August 1943 wurde die Fortaleza de São Lourenço zum Nationaldenkmal erklärt.

In der Festung findet sich eine Dauerausstellung des Militärkommandos, welche sich mit der Geschichte und der Entwicklung der Festung befasst. Außerdem dient sie heute als Residenz für den Ministerpräsidenten der Autonomen Region Madeira und für das Militärkommando.

Den vorletzten Abend dieser tollen Reise liesen wir am Hafen im Restaurant “Beerhouse” ausklingen. Mit einer traumhaften Sicht über den Yachthafen auf die Stadt genießen wir wirklich ausgezeichnetes Essen und probieren verschiedene selbstgebraute Biere auf Empfehlung des Hauses.

Ein wirklich empfehlenswertes Restaurant!

Botanischer Garten - Palheiro Gardens

Bei einem Madeira-Besuch darf vor allem aber eines nicht fehlen: Der Besuch eines botanischen Gartens.

Nicht umsonst wird Madeira als die Blumeninsel bezeichnet und in und um Funchal gibt es mehrere Botanische Gärten.

Nach unserer Recherche haben wir uns für die Palheiro Gardens entschieden, weil diese etwas außerhalb der Stadt liegen und nicht ganz so überlaufen sind wie der Jardim Botanico direkt in der Nähe der Seilbahnstation.

Die Palheiro Gardens / Quinta do Palheiro Ferreiro, im Volksmund auch Blandys Garden genannt, zählt zu einer der schönsten Gartenanlagen. Die Anlage liegt in ca. 500 Meter Höhe oberhalb von Funchal und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell und bequem zu erreichen. 

Wer mit dem Bus anreisen möchte nimmt die Buslinien 37 oder 36 A. Der Fahrpreis beträgt pro Strecke 1,95 € und die Fahrkarten gibt es direkt beim Busfahrer. Die Busse starten im Zentrum Funchals an der Rua Artur de Sousa Pinga und halten in der Nähe des Parkeingang. Der Park ist täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet und die Eintrittspreise für Erwachsene liegen bei 11,00€.

Die Parkanlage ist seit 1885 der Hauptwohnsitz der Familie Blandy, welche zu einem der größten Produzent von Madeiraweinen gehört.

Direkt an der Gartenanlage gelegen liegt auch die Quinta Casa Velha do Palheiro, ein luxuriöses 5-Sterne Landhaushotel.

Leider waren wir in der Nebensaison dort, somit war nicht so viel der einzigartigen Blütenpracht Madeiras zu besichtigen, aber dennoch war dei Anlage eien Besuch wert und man kriegt ein gefühl dafür wie es hier zur Hauptblütezeit aussehen muss.

Wal- und Delfin-Watching im Atlantik

Zum Abschluss unserer Madeira-Reise stand noch eine Whale-Watching Bootstour auf unserem Programm.

Nachdem wir bereits in Kanda erfolglos eine solche Tour unternommen haben, waren unsere Erwartung und Vorfreude umso größer hier endlich einige Meeresbewohner in freier Wildbahn zu sehen.

Laut Internet und den lokalen Anbietern gibt es eigentlich keinen Ausflug, bei dem man nicht etwas zu sehen bekommt.  Das liegt daran, das der Meeresgrund rund um die Insel stark abfallend ist. Deshalb erreicht das Meer schon relativ nah an der Insel eine Tiefe von ca. 4000 Metern. Dies bietet das ganze Jahr über einen idealen Lebensraum für Delphine, Meeresschildkröten, und verschiedene Wal-Arten.

Wir haben uns nach etwas Recherche für den Anbieter “Magic Dolphin” entschieden, die Ihr Headquater direkt im Yachthafen haben und Catamaran-Ausflüge anbieten.

Unser Wal-Beobachtungs-Ausflug hat sich gelohnt, unser Katamaran wurde von Pilot Walen begleitet und etwas weiter abseits sprangen Delfine durchs Meer.Die Zwischenzeit über erklärt die Crew ausführlich die Unterwasserwelt von Madeira und Details zum Verhalten der Tiere. Wirklich interessant und Lohnenswert!

Wer es etwas ausgefallener mag, dem empfehlen wir die Ausfahrt mit dem nachgebauten Kolumbus-Schiff Santa Maria de Colombo. Das Segelschiff legt zweimal täglich am Hafen von Funchal ab  zu einer ganz besonderen Fahrt entlang der Küste. (10.30 Uhr ; 15.00 Uhr)

Insg. fährt man 3h inkl. einem Stop am der Klippe des Cabo Girao, wo man mit etwas Glück auch ins Wasser gehen kann um mit den Delfinen zu schwimmen. In den Sommermonaten ist eine Voranmeldung empfohlen. (Preise: 30 € Erw., 15 € Kinder)

Aber auch vom Hafen in Calheta im Südwesten Madeiras werden solche Ausflüge angeboten.

Letztlich ist es egal von wo aus man zu diesem Abenteuer startet, aber es ist die Erfahrung auf jeden Fall wert und sollte bei keinem Madeira-Urlaub fehlen!

Den letzten Tag unseres Madeira-Abenteuers haben wir nochmal die Gegend erkundet und später am Steinstrand in der Nähe der Seilbahnstation und nebenan am Praia de Sao Tiago in der Altstadt von Funchal verbracht. Der öffentliche Strand ist kostenlos, hat Duschen und viel Platz für ein Sonnenbad.

Hier haben wir nochmal die letzten Sonnenstrahlen und das Meer genossen und damit sind wir jetzt leider am Ende unserer Reise nach Madeira angekommen. 

Wir hoffen unser Reisebericht und unser Video haben euch gefallen und helfen euch bei der Planung eurer nächsten Madeira Reise.

Mit eingen letzten Impressionen aus Madeira sagen wir euch viel Spaß und Adeus!

Jetzt heißt es Koffer packen für die nächste Reise.

Wo wird es hingehen?

Seid gespannt!

"Dronedeira" - Drohnen-Video-Serie von Madeiras schönsten Orten

! Alle Flüge wurden legal mit einer Aufstiegsgenehmigung durch die Luftsicherheitsbehörden durchgeführt!

In unserer Drohnenserie über Madeira stellen wir euch die schönsten Orte der Insel Madeira aus der Luft vor.

Darin zeigen wir euch den Wanderweg Ponta de Sao Lourenco, mit Blick auf die Felsküste und den Atlantik.

Anschließend nehmen wir euch mit an die rauhe Nordküste und Porto Moniz mit seinen Natur-Meerwasser-Schwimmbädern.

Im 3ten teil geht es wieder runter an die sonnige Südküste mit ihren vielen Aussichtspunkten, bevor der 4te Teil euch die Hauptstadt Funchal aus der Luft zeigt.

Im letzten Teil zeigen wir euch nochhmal die Kontraste zwischen der bergigen Insel und dem sie umgebenden Meer bei einer Whale Watching Tour!

Ihr interessiert euch für weitere Reiseziele?

Schaut euch auf unserer Übersichtskarte um und entdeckt mit uns viele weitere wünderschöne Orte und Abenteuer rund um die Welt.

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