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Abenteuer Gletscherwandern in Island - 2014

In diesem Video nehmen wir euch nochmal mit auf unsere Reise durch Island.

Viel Spaß mit unseren Impressionen:

Reiseverlauf:

Nach unserer Anreise aus New York holten wir unseren Mietwagen, einen VW T5, ab und fuhren die Südküste entlang zu unserer Unterkunft, welche in Hvannadalshnúkur am höchsten Gipfel Islands (2119m) gelegen ist.

Auf dem Weg haben wir bereits einige der vielen berühmte Wasserfälle besichtigt, bevor wir Quartier in unseren Appartments bezogen.

Anschließend haben wir unter anderm die Jökulsárlón Gletscher Lagune und den Black Sand Strand besichtigt.

Vor dort aus ging es wieder zurück nach Reykjavík zur Stadtbesichtigung und gutem Essen. Reykjavik ist außerdem als Startpunkt für weitere Erkundungstouren, wie z.B. die berühmten Geysire oder den Gullfoss Wasserfall, hervorragend geeignet. 

Reisezeit:

Für Island lässt sich keine optimale Reisezeit angeben und es hängt ganz davon ab was ihr dort erleben möchtet.
Die Insel aus Feuer und Eis liegt nahe dem Polarkreis und deshab herrscht dort ein kühles Klima.

Die langen Nächte im Winter sind perfekt zum beobachten von Nordlichtern. Als beste Reisezeit dafür gelten die Wintermonate von Oktober bis März.

Die längeren Tage/kurzen Nächte im Sommer laden mehr zum Erkunden der vielseitigen Landschaften beim Wandern ein. Dafür liegt die beste Reisezeit zwischen Mai und September, in diesen Monaten steigen die Temperaturen auch schonmal bis auf 15° C, seltener auch mal auf 20°C. 

Visa & Impfungen:

Für die Einreise nach Island wird kein bestimmtes Visum benötigt, wenn ihr nicht länger als 90 Tage bleiben wollt.

Ihr könnt mit eurem Reisepass und auch mit dem deutschen Personalausweis einreisen.

Ansonsten sollte man vor der Anreise schauen ob nicht gerade ein Vulkan ausbricht, was dort gerne schon mal passiert.

Derartige und weitere Infos erhaltet ihr hier beim auswärtigen Amt:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/island-node/islandsicherheit/223400

Unsere Tipps und Empfehlungen:

Es gibt kein schlechtes Wetter in Island, nur schlechte Kleidung oder Ausrüstung.  Ihr solltet euch daran gewöhnen, dass das Wetter sehr schnell umschlägt und es im vergleich zu Deutschland häufig regnet.

Wir hatten an manchen Tagen binnen weniger Stunden einen Wechsel von Regen und kaltem Klima bis hin zu strahlendem Sonnenschein. Im nächsten Augenblick hat der Wind wieder kalte Luft und Wolken mitgebracht, das ein ständiges aus und anziehen nicht selten war.

Bis heute sind nicht alle Straßen befestigt und wenn ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid, schaut das es nicht ein kleiner Punto mit dünnen Reifen ist. Die einheimischen sind in der Regel auf Geländewagen unterwegs, die teilweise wie Monster-Trucks aussehen. Ihr habt beim Mieten oftmals eine Selbstbeteiligung auf die Reifen, welche im Schadensfall teuer werden kann.

Das Land bietet  viele Aktivitäten, denen man zu den verschiedenen Jahreszeiten nachgehen kann. Eisklettern, Tauchen, Wandern, Klettern, Schwimmen uvm. es ist für jeden etwas dabei!
 

Unser Reisebericht

Nach nahezu einem Jahr Vorbereitung haben wir den Anlauf gewagt und sind nach unserer New-York Reise weiter nach Island zum Wandern geflogen. Ziel war die Besteigung des Hvannadalshnúkur, dem höchsten Gipfel in Island (2119m). Dafür hatten wir vorab schon monatelang trainiert, um die große Strecke und die anstrengenden Höhenmeter unter wiedrigen Bedingungen zu durchwandern.

Der erste Stopp war die Landung in Reykjavík und von dort aus haben wir erst mal unseren schicken VW -T5 Mietwagen abgeholt.

Dieser brachte uns mit einigen Zwischenstopps, bei den vielen wunderschönen Wasserfällen (Skogafoss & Seljalandsfoss) entlang der Hauptstraße, zu unserer Ferienwohnung im Skaftafell-Nationalpark am Fuße des Hvannadalshnúkur.

Der Weg dorthin, mit der besonderen isländischen Landschaft, war schon das erste WOW-Erlebnis dieser wunderschönen Insel.

Die wechselhafte Landschaft wird aus grünen Wiesen voller Schafe und Pferde sowie plötzlich auftauchende Gebirge gebildet. Das ganze wird von Wasserfällen und mondähnlichen Landschaften, die sich nach den Vulkanausbrüchen gebildet haben, abgewechselt.

Eine Landschaft, die so vielfältig und abwechslungsreich ist, hat uns sehr beeindruckt.

Am Nachmittag trafen wir auf unseren Guide, mit dem wir den Gletscher bestiegen haben. Wir erhielten die ersten Einweisungen und holten unser Equipment, die Klettergurte und Steigeisen, ab.

Auf dem Weg zurück in unsere Ferienwohnung erblickten wir durch ein Loch in der Wolkendecke am Horizont unser morgiges Ausflugsziel – der Gipfel des Hvannadalshnúkur.

Aus der Distanz wirkte der Berg mit seinen 2000 Höhenmetern gar nicht so hoch, aber wir wurden bereits am nächsten Tag vom Gegenteil überzeug.

Am nächsten Morgen standen wir bereits um halb 4 auf und machten uns auf den Weg Richtung Parkplatz am Fuße des Berges, welcher auch gleichzeitig der Startpunkt für unsere Bergbesteigung war.

Der Aufstieg startet früh morgens, um rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit wieder sicher am Zielpunkt anzukommen, somit ist auch automatisch ein Zeitpuffer eingebaut, falls es zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen sollte.

Das monatelange Training relativierte sich schon nach kurzer Zeit, denn ich hatte die Temperaturen und auch den anstrengenden Marsch durch den Schnee komplett unterschätzt.

Aber es gab kein zurück mehr und in der Gruppe ging es los Richtung Gipfel.

Die ersten 1-2h ging es steil hinauf durch unwegsames Gelände und Geröll, vorbei an kleinen Bächen, wo wir ein letztes mal unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Ab hier wandelte sich die Landschaft und das Gelände ging langsam von Geröll in Schneefelder über. Bei unserer nächsten Pause hieß es Klettergurte und Kletterseile anlegen, damit wir zur Seilschaft miteinander verbunden wurden.

Ab jetzt stieg die Gefahr von Gletscherspalten, welche durch Schnee bedeckt zu einem großen Risiko werden können. Außerdem könnt ihr euch schnell im trüben dickicht des Nebels verlaufen, daher ist es nur von Vorteil, dass wir alle miteinander verbunden waren.

Am selben Tag hatten wir von einer Gruppe gehört, welche aufgrund des schlechten Wetters vom Weg abgekommen war und vom Helikopter gesucht werden musste.

Jeden Meter den wir weiter aufstiegen, führte zu einer schlechteren Sicht und wir marschierten die meiste Zeit nur durch dichte Nebelfelder. Es hatte schon etwas gruseliges und wir konnten gerade noch so die ganze Seilschaft im Nebel erkennen. Von schöner Aussicht war weit und breit nichts zu sehen, aber ich hatte noch die Hoffnung, dass es oben am Gipfel aufklaren würde.

Mit jedem Schritt wurde die Luft dünner, die Beine schwerer und der Anstieg steiler, bis wir mit den Steigeisen und den Eispickeln zum letzten Anstieg angesetzt haben. Nach 9-10h war es endlich geschafft und wir hatten den Gipfel erfolgreich erreicht!

Leider war auch hier von Aussicht keine Spur und es sollte einfach nicht unser Tag werden. Aber wie sagt man so schön? Der Weg ist das Ziel! Und einzig und alleine die Tatsache, das wir nach monatelanger Vorbereitung, gemeinsam in der Gruppe oben ankamen und es alle geschafft haben, war ein unvergesslich tolles Erlebnis. 

Anschließend ging es an den Abstieg für den wir ca. 4h gebraucht haben. Bei unserem Glück, wie sollte es auch anders sein, hat es fast die ganze Zeit geregnet und wir sind durch den aufweichenden und matschigen Schnee gestapft.

Unten angekommen waren wir einfach nur froh das es vorbei war. Wir haben die erfolgreiche Besteigung mit ein paar Bier und einem richtig deftigen Essen im Camp gefeiert!

Am nächsten Tag sind wir zur Jökulsárlón Gletscher Lagune gefahren. Diese Gletscherflusslagune ist bekannt für die auf ihm treibenden Eisberge, die eine Höhe von bis zu 15 Meter erreichen. Sie lösen sich von der Gletscherzunge ab und treiben ins Meer.  Rund um diesen Lagunensee sind verschiedene Wanderwege angelegt und ihr könnt mit dem Amphibienfahrzeug Touren zu den Eisbergen unternehmen.

Ganz in der Nähe zum Meer hin befindet sich auch der Black Sand Beach. Dieser Strand ist etwas besonderes, der Sand ist aus Vulkanasche sowie Lavabrösel, woher er auch seine schwarze Farbe hat.

Von hier aus  könnt ihr auch den Eisbergen und Gletscherbruchstücken zusehen, wie sie auf ihren Weg hinaus ins Meer treiben.

Anschließend ging es zurück nach Reykjavík, wo wir mit einer Stadtbesichtigung starteten.

Die Stadt ist noch sehr idylisch geblieben und wird von kleinen bunten Häuschen geprägt. Im Zentrum der Stadt findet sich die Hallgrímskirkja (Hallgrimskirche), eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche. Sie ist das größte Kirchengebäude Islands und das zweithöchste Gebäude des Landes.

Vor der Kirche steht die Statue von Leif Eriksson, einem berühmten isländischen Entdecker, der um 1000 n.Chr. nach Grönland und Neufundland gereist sein soll.  

Am Abend liesen wir es uns bei einem leckeren Essen im berühmte Grillmarkaðinn Restaurant gutgehen und füllten unsere aufgebrauchten Energiespeicher wieder auf. Bei einem der besten Essen der Stadt, dem ein oder anderen Bier und “Brennivín” – dem typischen isländisch gebrannten Schnapps – feierten wir nochmal die erfolgreiche Besteigung!

Unseren letzten Tag gestalteten  wir mit einem Besuch der berühmten Geysire. Island ist auch als Insel der Geysire und heißen Quellen bekannt. Das bekannteste Heißquellengebiet liegt im Haukadalur, im Südwesten des Landes. Vor allem der Große Geysir ist berühmt und spritzt eindrucksvoll heißes Wasser in die Höhe.

Das letztes Ziel unserer eindrucksvollen Reise war der Gullfoss Wasserfall.Es ist einer der größten Wasserfälle der Umgebung und stufenförmig aufgebaut.

Die letzte Mahlzeit nahmen wir in einem typisch isländischen Restaurant ein, wo wir zum erstenmal den berühmten Trockenfisch probierten. Diese geruchs- und geschmacksintensive Delikatesse ist nicht jedermanns Sache, daher haben wir uns mit einer Lammkeule und Burgern begnügt, um satt zu werden.

Gesättigt und voller neuer Erfahrungen beendeten wir die unvergessliche Reise mit der Fahrt zum Flughafen.

Aber wir haben Island nicht zum letzten mal gesehen und es gibt auf dieser einzigartigen Insel noch so viel zu entdecken, das wir garantiert wiederkommen werden!

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